
Videos zu ADHS
ADHS-Krisenherde
Sind Sie selbst von ADHS betroffen? Dann haben Sie vermutlich oft «Krisenherde» besonders in folgenden Lebensbereichen:
- in Ihrer Elternrolle verbindliche Regeln aufzustellen und durchzusetzen? Ihr Erziehungsstil ist oft richtungslos und chaotisch?
- in der Partnerschaft haben haben Sie einen grossen Freiheitsdrang, neigen aber auch zum Klammern, was viel Bereitschaft zum Kompromiss vom Partner erfordert?
- beim Autofahren sind Sie infolge der beeinträchtigten Aufmerksamkeit besonders unfallgefährdet und verstossen häufig gegen Verkehrsregeln?
- im Beruf erschwert es die Symptomatik Ihnen, geregelte und stabile Positionen zu finden und zu behalten?
Anderseits sind ADHSler auch:
interessante, einfallsreiche, kreative und häufig charismatische Personen mit hoher Sensibilität für zwischenmenschliches Geschehen.
Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom
ADHS - auch im Erwachsenenalter!
Keine Ausdauer? Mangel an Konzentration? Ewig abgelenkt? Sprunghaft? Hundert Eisen im Feuer, hundert Bälle in der Luft – und nie wird etwas zu Ende gebracht! Kennen Sie das von sich selbst, von Ihrem Partner, Ihrem Kollegen oder Ihrem Kind?
Das Aufmerksamkeitsdefizit- Hyperaktivitäts- Syndrom ADHS ist eine primär neurologische Störung, bei der biologische, psychische und soziale Einflüsse zusammenwirken.
Die Kernsymptome sind:
- verminderte Aufmerksamkeit
- Hyperaktivtät
- Impulsivität
ADHS ist im Kinder- und Jugendalter mit 3 - 6% recht häufig, bei ca. 60 % besteht die Erkrankung im Erwachsenenalter weiter, wenn auch nicht immer behandlungsbedürftig. Schätzungsweise leiden 2,5 - 4% aller Erwachsenen an ADHS. Da ADHS aufgrund der Desorganisation im Alltag neue Probleme aufwirft, haben Betroffene oft zusätzliche psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Ängste und die
Selbstsicherheit ist oft beträchtlich labilisiert.
Wie wird die Diagnose gesichert?
Die Diagnose «ADHS» wird anhand der International Classification of Diseases [ICD-10] gestellt.ADHS-Kriterien nach ICD-10 | |||
|---|---|---|---|
| F.90 | Unaufmerksamkeit | Hyperaktivität | Impulsivität |
| mind. 6 von 9 Kriterien |
mind. 3 von 5 Kriterien |
mind. 1 von 4 Kriterien | |
| |||
Verhaltenstherapeutische Behandlung der ADHS
Das übergeordnete Therapieziel ist, ADHS zu kontrollieren - statt von ADHS kontrolliert zu werden. Wesentliche Therapiebausteine der ADHS- spezifischen, symptomorientierten Behandlung sind:
- Schulung bezüglich ADHS und Einbeziehung der Angehörigen
- Alltagsstrukturierung gegen die Desorganisiertheit und zum Erlernen von Impulskontrolle
- Verhaltensanalysen bezüglich ADHS- typischen Problembereichen
- Achtsamkeitstraining zur Fokussierung der Aufmerksamkeit
- Kognitive Therapie zur Verminderung von impulsiven Reaktionen und unorganisierten Aufgabenlösungen
- Elterntraining - bei Bedarf
- Sport zur Reduktion von chronischem und akuten Stress
- Medikamente in Kombination mit Verhaltenstherapie




