Tipps für Betroffene
Was kann ich tun, wenn ich merke, dass ICH depressiv werde?
- sich klar machen, dass negatives Denken ein Symptom ist
- Angehörige und Freunde bitten, beim Aufbau von Aktivitäten zu helfen
- Alkohol und Drogen vermeiden
- sich nicht überfordern
- professionelle Hilfe suchen und annehmen
detaillierte Hinweise für Betroffene
Invalidität
Die Depression ist weltweit die häufigste Ursache für Invalidität.
Sport
Sport bei Depression?
Die Wirksamkeit von Sport in der Depressionsbehandlung ist gut belegt, in manchen Studien schneidet Sport besser ab als Antidepressiva.
Kennen Sie das ...?
- „Ich bin müde und „alles strengt mich zu sehr an“
- „Die Welt ist eintönig, grau, ohne Bedeutung“
- „Mein Leben „ist eine Last und die Dinge schleppen sich so dahin“
- „Ich fühle mich, schwer und verlangsamt“
- „Alles scheint so „hoffnungslos“
- „Ich fühle mich, als würde ich im Nebel leben“
- „Es scheint unmöglich, einmal eine Nacht gut zu schlafen. Unabhängig davon, wie dringend ich den Schlaf brauche“
- „Mich interessiert nichts mehr. Gar nichts“
Hätten Sie gedacht?
Weltweit erkranken ca. jede 4. Frau und jeder 8. Mann im Laufe des Lebens an einer Depression.

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Service
Behandlungsunterlagen
Wie verändert sich Ihre Stimmung? - Überblick über den Verlauf Ihres Befindens
Profitieren Sie von Verhaltenstherapie, indem Sie gezielt negatives Denken verändern lernen
Wer lernt, seine Denkweise zu verändern, wird sich bald besser fühlen
Wie sehe und bewerte ich mich selbst? Reflektieren Sie Ihr Selbstwertgefühl
Ein Fragebogen zur Selbstdiagnose
Bearbeitungsdauer - 2 Minuten
Sie fühlen, wie Sie denken. Reflektieren Sie Ihre Gedanken
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Depression - Wie steht es mit Ihrer Energie? Dafür gibt es eine verblüffend einfache Übung
Was können Sie tun? Tipps und Hilfen zur Bewältigung Ihrer Depression
Depression - Leben am Tiefpunkt
Auf der dunklen Seite des Lebens

Leiden Sie unter trauriger Verstimmung und Antriebslosigkeit verbunden mit fehlender Freude an Aktivitäten und Vergnügungen? Oder kreist Ihr Denken um Themen wie geringer Selbstwert, Hoffnungslosigkeit oder auch Selbstmord als „letzten Ausweg“ aus dem endlosen schwarzen Tunnel?
Dauert dieser Zustand länger als 2 Wochen ununterbrochen an, könnte eine depressive Verstimmung vorliegen. Nahezu jeder fünfte Mensch in der Schweiz ist zumindest einmal im Verlauf seines Lebens davon betroffen - Frauen doppelt so häufig wie Männer.
Nicht immer bleibt es bei einer einmaligen depressiven Phase, etwa jeder Zweite erlebt einen
schubweisen Verlauf. Seltener sind sogenannte bipolare Störungen, bei denen sich Depression und Manie abwechseln.
Was sind die Merkmale einer Depression?
Dass die Depression eine sehr ernstzunehmende Erkrankung ist, zeigt allein die Zahl der Todesfälle. Mehr als 10 % der schwer an Depressionen erkrankten Menschen begeht Selbstmord. Normalerweise entwickeln sich die Auswirkungen der Krankheit langsam.
Meist fängt alles mit
Schlafstörung , Appetitlosigkeit und Übelkeit an, dazu kommt noch das ständige Gefühl, dass alles in der Welt negativ ist. Man verliert so in sehr kurzer Zeit sein
Selbstwertgefühl, gibt sich für alles die Schuld und sieht schwarz in die Zukunft.
Die wichtigsten Merkmale einer Depression sind:
- Gedrückte Stimmung, mitunter besonders morgens - „Morgentief“
- Fehlendes Interesse und mangelnde Freude an Aktivitäten und Vergnügungen
- Energie-und Antriebslosigkeit verbunden mit Entscheidungsschwäche und Konzentrationsproblemen
- Negative Denkmuster - pessimistische Einstellung gegenüber sich selbst, den eigenen Fähigkeiten, dem eigenen Aussehen und der Zukunft, verbunden mit starker Grübelneigung und Gedanken an Selbstmord
- Schlafstörungen oder vermehrtes Schlafbedürfnis
Je stärker die Depression wird, desto mehr können sich Verzweiflung, innere Leere und wiederkehrende Gedanken über den Tod ausbilden.
Lavierte Depression
Oft klagen Depressionsbetroffene über körperliche Beschwerden, für die der Arzt keine organische Ursache finden kann:
- Schwäche und Müdigkeit
- Kopf-, Nacken- u. Kreuzschmerzen
- Engegefühle im Brustbereich
- Appetitstörung mit Gewichtsverlust oder Esslust und Gewichtszunahme
- Übelkeit mit Beschwerden in der Magengegend
- Schlafstörungen
Wie entsteht eine Depression?
Meist führt ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren zur Erkrankung. Die Depression wird sowohl von der biologischen Seite her als auch von der psychosozialen Seite her erklärt und auch behandelt.
Wie bei den zwei Seiten einer Medaille ergänzen sich auch hier die beiden Betrachtungsweisen.
Von grosser Bedeutung sind psychologische Faktoren wie mangelndes Selbstwertgefühl, negatives Denken, eine ängstliche und übermässig pflichtbewusste Persönlichkeit sowie chronische Angst- und Zwangszustände. Daneben können auch belastende Erfahrungen eine Depression auslösen, wie einschneidende Verluste (Arbeit, Partner), chronische Überforderung und Beziehungskonflikte.
Psychotherapie oder Pharmakotherapie?
Bei einem depressiven Menschen sind immer sowohl die Physiologie als auch das Verhalten und Erleben verändert. Dies sind nur zwei Seiten einer Medaille. Es ist deshalb naheliegend, sowohl mit Medikamenten als auch mit Psychotherapie zu behandeln.
Unter den psychotherapeutischen Verfahren hat sich insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie für die Behandlung depressiver Störungen als wirksam erwiesen.
Verzerrte Wahrnehmungs- und Bewertungsmuster
Aus Sicht der kognitiven Verhaltenstherapie ist das Vorliegen verzerrter Wahrnehmungs- und Bewertungsmuster die Grundlage jeder depressiven Entwicklung. Diese Muster werden aktiviert durch die Erfahrung, den eigenen überhöhten Ansprüchen nicht gerecht zu werden.
Ein Beispiel: Ein Betroffener tendiert dazu, sich selbst (z.B.: „Ich habe als Vater versagt“), seine Umwelt (z.B.: „Sicher denken meine Kollegen, dass ich ein Versager bin“) und seine Zukunft (z.B.: „Ich bin sicher, dass ich in der nächsten Situation wieder versagen werde“) negativ zu sehen.
Diese Einstellungen bewirken, dass sich die depressive Person ständig wiederholend mit den destruktiven Gedanken beschäftigt und somit ausschliesslich um Themen wie geringer Selbstwert, negative Selbstkritik sowie Hoffnungslosigkeit kreist.
In einer kognitiven Verhaltenstherapie lernen Sie gezielt ungünstige und selbstschädigende Denkweisen zu verändern, indem Sie Ihrem selbstwertabträglichen Denken auf die Schliche kommen, destruktive Gedanken stoppen und auf Angemessenheit überprüfen und sich selbst positiv
„programmieren“.