Ursachen
Eine Schlüsselrolle spielen:
- Angst vor dem Dicksein
- starker Leistungsdruck und Hang zum Perfektionismus
- einengendes Elternhaus
- sexueller Missbrauch und andere traumatische Erfahrungen
- sowie ein übertriebenes Schlankheitsideal
Essstörungen-Forum
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Voreilig
Du sagst, du kannst nicht.
Du sagst, das schaffst du nicht.
Du sagst, das erreichst du nie.
Du sagst, es ist zu schwer für dich,
es sei unmöglich - doch versucht hast du es noch nie
Kristiane Allert-Wybranietz
Biggerexie
Männer können unter Biggerexie leiden. Betroffene fühlen sich selbst mit Waschbrettbauch, muskulösen Oberarmen und breiten Schultern zu schmächtig.
Deshalb trainieren Sie übermässig, halten streng Diät und nehmen Produkte, die den Muskelaufbau fördern.
Diät? Nein danke!
Diäten können Vorläufer und „Einstiegsdroge“ für ein gestörtes Essverhalten oder eine Essstörung sein. Diäten führen zudem selten dauerhaft zum gewünschten Körpergewicht.
BMI berechnen!

Promis & Magersucht
„Wahnsinnig überfordert“ habe sie sich oft gefühlt, erzählte Lady Diana in einem ihrer letzten Interviews.
Schwere Essstörungen waren die Folge. Und die sind gerade bei Promis keine Seltenheit.
Video «Magersucht»
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Magersucht-Merkmale
- äusseres Erscheinungsbild auffallend dünn
- ständiges Wiegen und sich zu dick fühlen
- extrem langsames Essen
- Bevorzugung von kalorienarmer Nahrung
- meist sehr einseitige Nahrungsauswahl und
- exzessives Sporttreiben
Wann macht schlank krank?
Es gibt einen Richtwert, der angibt, wie weit das Gewicht vom Normalgewicht abweicht.
Dieser Richtwert wird Body Mass Index (BMI) genannt und errechnet sich aus dem Gewicht in kg und der quadrierten Körpergröße: BMI= kg/m².
Berechnen Sie Ihren BMI!
Selbsteinschätzung
BMI = kg/m²
| Anorexie | <17.5 |
| Untergewicht | <18.5 |
| Normalgewicht | 18.5 – 24.9 |
| Übergewicht | 25.0 – 29.9 |
| Adipositas Grad I | 30.0 – 34.9 |
| Adipositas Grad II | 35.0 – 39.9 |
| Adipositas Grad III | >= 40 |
Märchen oder harte Realität?
Magersucht - Hungern, um perfekt zu sein
Die Angst vor dem Dicksein
Magersüchtige Personen beschäftigen sich zwanghaft mit Kalorien. Die Wahrnehmung des eigenen Körpers ist gestört. Sie fühlen sich auch dann noch zu „fett", wenn selbst weite Kleidung ihr massives Untergewicht nicht mehr kaschieren kann. Dabei fühlen sie sich nicht krank. Häufig versuchen magersüchtige Patienten ihr Gewicht durch exzessiven Sport und/oder Abführmittel bzw. Appetitzügler zu reduzieren. Der heimliche Kampf mit dem Hungern und Kontrollversuchen wie Diäten und zwanghaftem Sport bestimmen den Alltag.
Das Hungern hat seinen Grund: Es wird zum Ersatz für ungelöste Konflikte und verdrängt Gefühle wie Wut, Angst, Überforderung und Einsamkeit. Häufig kommt es zur Verleugnung der Essstörung und die Betroffenen sind bemüht, eine unauffällige Fassade aufrecht zu erhalten. Es kommt zu Schamgefühlen zu Rückzugsverhalten und zu Depressionen.
Drei Formen von Essstörungen
Essstörungen sind vorwiegend ein Problem von Mädchen und jungen Frauen; zunehmend aber auch junge Männer. Grundsätzlich unterscheidet man drei Formen von Ess-Störungen: Magersucht (Anorexie), Ess-Brechsucht (Bulimie) und Ess-Sucht (Binge Eating Disorder).
Perfektionismus und niedriges Selbstvertrauen sind die am besten gesicherten Risikofaktoren für die spätere Entwicklung einer Essstörung. Nach Durchbrechen des Teufelskreises der diese Störungen aufrecht erhält, muss deshalb auf die Behandlung dieser Risikofaktoren besonderer Wert gelegt werden.
Schwere körperliche Folgeschäden
Die Folgen der Magersucht sind Unterernährung, Muskelschwund und Mangelernährung. Des Weiteren setzt bei Frauen die Regelblutung aus.
Die Langzeitfolgen sind Osteoporose und Unfruchtbarkeit. 5 bis 15 % der Betroffenen sterben, jedoch meist nicht durch eigentliches Verhungern, sondern durch Infektionen des geschwächten Körpers oder durch Suizid.
Selbsttötungen von Betroffenen mit Essstörungen gelten weltweit als unterschätztes Phänomen. Dabei weisen Studien darauf hin, dass mehr Magersüchtige durch Suizid sterben als durch Unterernährung.
Körperbild und Attraktivität
Körperunzufriedenheit ist eine der wichtigsten Ursachen für die Entwicklung und Aufrechterhaltung einer Essstörung. Längsschnittliche Untersuchungen zeigen, dass Körperunzufriedenheit die Entstehung von Essstörungen am besten vorhersagt.
Ein erhöhtes Rückfallrisiko bei essgestörten Frauen besteht dann, wenn nur die Essstörungssymptomatik, nicht aber das verzerrte Körperbild behandelt wird.
Wie erkennen Sie eine Essstörung?
Je länger die Magersucht andauert, desto mehr hängt der Selbstwert der betroffenen Person vom erreichten Körpergewicht und von der Form der Figur ab. Alles Denken kreist zunehmend um Kalorien, Körpergewicht, Figur, Essen und Kontrolle des Essens.
Es gibt ganz charakteristische Verhaltensweisen im Essverhalten, der eigenen Körperwahrnehmung und den Gedanken, die typisch für eine Essstörung sind. Umso früher Sie diese Verhaltensweisen als krank erkennen und sich behandeln lassen, desto besser sind Ihre Chancen, die Essstörung erfolgreich zu überwinden.
Anregungen zur Selbstreflexion
Wenn Sie sich in einigen der folgenden Aussagen wiederfinden, sollten Sie misstrauisch werden und sich fragen, ob Sie auf dem Weg sind, eine Essstörung zu entwickeln oder bereits tief in ihr drin stecken:
- Dreht sich bei Ihnen alles ums Essen und die Figur?
- Beginnt jeder Tag mit einem bangen Blick auf die Waage? Entscheidet die Waage, ob es ein guter oder ein schlechter Tag wird?
- Finden Sie sich zu dick, obwohl das Gewicht eigentlich normal ist?
- Gibt es zwei Sorten von Lebensmitteln: erlaubte und verbotene?
- Darf die Figur niemand sehen?. Verstecken Sie die Figur unter weiten Kleidern?
- Verbringen Sie viel Zeit damit, Ihre „Problemzonen“ im Spiegel zu betrachten?
Verhaltenstherapeutische Therapiekonzepte
Für jede Essstörung biete ich spezielle Therapiekonzepte auf der Grundlage der modernen Verhaltenstherapie an. Denn um eine Essstörung erfolgreich zu behandeln, ist es sehr wichtig, die speziellen Erscheinungsformen und Hintergründe dieser Erkrankungen genau zu kennen; zu verstehen, wie die Störung entstanden ist und wodurch sie aufrechterhalten wird.
Klientinnen werden angeleitet, ein Tagebuch über das Essverhalten zu führen, um Gedanken, Gefühle und Gewohnheiten herauszufinden, die zu Essattacken führen. Verhaltenstherapeutische Strategien können dann helfen, eine vermehrte Selbstkontrolle zu gewinnen. So werden Bewältigungsstrategien für Stressfaktoren, die zu Essattacken führen, erarbeitet und trainiert.
Ziel ist es, wieder ein Gefühl für Hunger oder Sättigung zu entwickeln, (wieder) zu spüren, wer man selber ist, seinen Körper zu akzeptieren und ein neues Ess-Verhalten zu erlernen, sowie die Stärkung des Selbstwertgefühls und der sozialen Kompetenzen.
Wichtig: Die Durchführung der Verhaltenstherapie erfolgt immer in enger Zusammenarbeit mit Ihrem Hausarzt oder Internisten zur Kontrolle von Gewicht, Blutbild und Elektrolyte.
