Ein Weg aus dem Trauma



Desensibilisierungstherapie

Bei EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) handelt es sich um eine neue Methode zur Behandlung traumatisierter Menschen.
Die «Desensibilisierungstherapie» über Augenbewegungen gilt als spektakuläres Verfahren, weil sich in vielen Fällen bereits nach wenigen Behandlungen erstaunliche Besserungen einstellen.

Methode

Traumatische Bilder und Erinnerungen werden in EMDR-Sitzungen bearbeitet, indem der Klient diese intensiv wiedererlebt, während er gleichzeitig eine Wahrnehmungsaufgabe erfüllt:
Mit den Augen folgt er der sich hin und her bewegenden Hand des Therapeuten. Dies leitet auf neuronaler Ebene einen beschleunigten Verarbeitungsprozess ein; belastende Erinnerungen verblassen, und neue, konstruktivere Gedanken können an ihre Stelle treten.

Effektivität

Inzwischen wurde das Verfahren in vielen unabhängigen Studien überprüft und als effektive Behandlungstechnik bestätigt.




PTBS-Diagnose

Nach einem traumatischen Ereignis ist PTBS eine häufige Diagnose. Dabei spielt es keine Rolle ob man Opfer oder «nur» als Zeuge dabei war.





Wann ist Hilfe erforderlich?

    Wenn Sie ...
  • plötzlich einsetzende, sich aufzwängende Wiedererinnerungen an das Trauma haben
  • unter emotionaler Taubheit leiden bei gleichzeitig erhöhter Erregung
  • bestimmten Dingen oder Personen, die Sie an das Trauma erinnern, aus dem Weg gehen
  • sich von Kollegen zurückziehen
  • beginnen, übermässig viel Alkohol zu trinken
  • ... dann sollten Sie Kontakt zu mir aufnehmen.


Folgeprobleme

Bei 90% aller PTBSler treten weitere psychische Probleme auf. Oft sind dies Sucht und Depressionen.

Psychotherapie Davos Service

Behandlungsunterlagen

Leiden Sie an den Symptomen einer PTBS? - Wie Sie mit einer PTBS fertig werden

Überblick über die Kriterien für die PTBS nach den diagnostischen ICD-10 Leitlinien

Posttraumatische Belastungsstörung PTBS

Die Folgen extrem belastender Ereignisse

Wenn Sie ein extrem belastendes Ereignis - ein sogenanntes Trauma - erlebt haben, das so belastend ist, dass Sie mit der Verarbeitung allein überfordert sind, ist psychotherapeutische Hilfe erforderlich.

Zunächst ist es nach einer traumatischen Erfahrung ganz natürlich, dass körperliche und psychische Funktionen aus dem Ruder laufen. Fast alle Menschen, die ein traumatisches Ereignis erlebt haben zeigen eine starke akute Belastungsreaktion und ca. ein Viertel entwickelt eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS).


Was hilft nach einem traumatischen Erlebnis?

Körper und Geist brauchen nach dem traumatischen Erlebnis vor allem Zeit und die Unterstützung aus dem persönlichen Umfeld, um die schrecklichen Erfahrungen zu verarbeiten. In ungefähr 50% der Fälle gelingt dies von selbst, also ohne professionelle Unterstützung.
Klingt die akute Belastungsreaktion nach spätestens vier Wochen nicht ab oder setzen neue Symptome erst Wochen oder Jahre später nach dem Ereignis ein, könnte es sich um eine PTBS handeln.

Fachinformationen zu PTBS

Für die Diagnosestellung gibt es ein weltweit anerkanntes Krankheitsbild. Eine PTBS liegt vor, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:

  • Erinnerungssymptome - ständig wiederkehrende, ungewollte, belastende Erinnerungen an das ehemals Erlebte gehen vielen Traumatisierten fast ohne Unterlass durch den Kopf. Häufig wird das Extremerlebnis auch in Form von Flashbacks und Alpträumen wiedererlebt.
  • Vermeidungssymptome - um sich vor den Belastungen durch die Erinnerungssymptome zu schützen, versuchen die Betroffenen oft bewusst und unbewusst, Gedanken und Situationen, die sie an das Erlebte erinnern, zu verdrängen und zu vermeiden.
  • Übererregungssymptome - die sich in erhöhter Schreckhaftigkeit, Schlafstörungen und Konzentrationsproblemen äussern. Häufig sind traumatisierte Menschen extrem reizbar und zu Wutausbrüchen geneigt.

Wie wird die PTBS behandelt?

Die Hoffnung auf Besserung nach einigen Wochen oder Monaten („die Zeit heilt alle Wunden“) erweist sich häufig als falsch. Wichtig ist eine möglichst frühzeitige psychotherapeutische Behandlung, um einer Chronifizierung und dem Auftreten von Folgeerkrankungen entgegenzuwirken.

Ausgangspunkt ist immer eine sorgfältige Analyse des Beschwerdebildes, des Verlaufs und der persönlichen Verarbeitungsmuster des PTBS-Betroffenen. Darauf aufbauend entwickle ich einen individuellen Behandlungsplan, der auf einer Kombination von speziellen Verfahren basiert:

  • Systematische Bewältigung des Traumas:
    In psychotherapeutischen Sitzungen werden die traumatischen Erlebnisse schrittweise psychisch verarbeitet, sozusagen neu in das Gedächtnis eingeordnet, damit die plötzlichen Erinnerungen, Alpträume und Flashbacks reduziert werden und schliesslich ganz aufhören.
  • Abbau von Vermeidungsverhalten:
    Durch Übungen und neue Erfahrungen wird das Vermeidungsverhalten reduziert, Ängste und Depressionen werden durch verhaltenstherapeutische Methoden überwunden. Der frühere Handlungsspielraum, die Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit der Betroffenen kann so wieder hergestellt werden.
  • Normalisierung des Gefühlserlebens:
    Vertiefende Gespräche, Entspannungsverfahren, Gruppenerfahrungen und körperorientierte Übungen helfen, wieder Zugang zum eigenen Gefühlserleben zu gewinnen. Dadurch werden Lebensqualität und Lebensfreude verbessert, und auch der normale, angstfreie Umgang mit anderen Menschen wird wieder möglich.